
"Die besten
Vergrößerungsgläser
für die Freuden
dieser Welt sind die,
aus denen man trinkt."
(Joachim Ringelnatz)
9. Praktische Tipps
Weingläser– für den häuslichen Gebrauch sollten Gläser angeschafft werden, die folgenden Grundanforderungen entsprechen:
- die Gläser sollten einen Stiel haben, so dass die Wärme der Hände nicht
auf den Wein übergehen kann,
- der Kelch sollte sich nach oben verjüngen, damit sich die Duftstoffe im
Glas sammeln und nicht gleich verfliegen, aus diesem Grunde gießt man
das Glas nicht voll,
- Dessertweine trinkt man aus kleinen Gläsern, die man auch für Aperitifs
verwenden kann,
- für Sekte eignen sich spitze Kelche
Weingläser-Vorschlag für den Hausgebrauch:
. ein hohes, schlankes Sektglas
. ein Glas für säurebetonte Weißweine mit leicht nach außen
geöffnetem Rand,
. ein tulpenförmiges Glas für kräftige Weiße und Rosés,
. eine noch größere Tulpe für fest strukturierte Rotweine
. ein großes, leicht kugelförmiges Glas für Weine, die ein
großes Bukett besitzen, aber nicht allzu strukturiert und
kräftig sind,
. ein kleineres, eher geradliniges Glas für Süß- und Likörweine
oder allgemein nur drei Formen:
. ein Sektglas,
. das Glas für die frischen Weißen
. eine mittelgroße Tulpe für die Roten.
Reihenfolge bei einer Verkostung – eine private Weinprobe unter Freunden soll vor allem unbeschwert und heiter verlaufen, Anzahl der Weinsorten sollten 3 nicht unterschreiten und auch nicht zu viele sein; eine 0,75 l Flasche würde für etwa 15 Gläser zur Probe reichen;
Ablauf einer Weinprobe:
. nicht zu dunkle Beleuchtung,
. Gläser höchstens nur halbvoll gießen, damit sich der
Duft im oberen Teil des Glases ausbreiten kann,
. Brot, milden Käse, nicht zu stark gesalzenes
Kleingebäck reichen (stark gewürzte Speisen
beeinträchtigen den feinen Geschmack),
. Rauchen sowie auch starker Parfümgeruch sollte im
Proberaum vermieden werden, da der feine Weinduft
dann nicht richtig zur Geltung kommen kann,
- Weinfolge beachten, um den sensorischen Eindruck der
verschiedenen Weine nicht zu beeinträchtigen:
. leichte Weine vor schwere,
. trockene Weine vor süßen,
. säurereichen Wein vor mildem,
. leichter, säurereicher Weißwein vor Rotwein,
. Rotwein vor süßem Weißwein,
. bei Proben durch die Jahrgänge: jüngeren Wein vor älterem,
. bei Proben durch die Rebsorten: neutralen Sorten vor den
würzigeren,
. Qualitätsstufen steigert man von unten nach oben,